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30.8.2010 von Robert Rethfeld.
Der Ausbau der PPR-Kreuzung (B456/Saalburgstr.) beschäftigt nicht so sehr die Bad Homburger, sondern insbesondere die Gemeinden im Hintertaunus. Die Usinger, Wehrheimer und Neu-Anspacher Pendler sind es, die morgens und am späten Nachmittag Staus auf der B456 in Kauf nehmen müssen. Jüngst wurde der Ausbau scheinbar elegant begraben, indem man sich für die große - und nicht zu finanzierende - Lösung entschied.
Die Auswirkungen dieser taktischen Spielereien betreffen nicht nur den Hintertaunus. Die Pendler-Situation der Mitarbeiter Oberurseler Unternehmen, die im Hintertaunus wohnen, bleibt angespannt. Man hat sich zwar innerlich bereits auf eine Verzögerung von 15 bis 20 Minuten (z.T. durchaus mehr) eingestellt, bevor man die Wegstrecke zwischen Oberursel-Nord und der PPR-Kreuzung nachmittags hinter sich lassen kann. Aber dies kann kein Dauerzustand sein. Zumal sich das Land Hessen zum Ziel gesetzt hat, der Bevölkerung und den Unternehmen ein ”staufreies Hessen” zu gewährleisten. Da muss man auch mal irgendwo anfangen.
Es kann nicht angehen, dass Arbeitnehmern Oberurseler Firmen künstliche Pendel-Erschwernisse auferlegt werden. Es kann nicht angehen, dass im Oberurseler Stadtteil Oberstedten regelmäßig Stau-Vermeidungs-Verkehr aufläuft. Und erst recht kann nicht angehen, dass die Homburger Politik als Kreisstadt die verkehrstechnischen Bedürfnisse des Umlandes ignoriert, selbst aber die durch die Hartnäckigkeit von Bürgerbewegungen entstandenen Umgehungsstraßen im Kreis kräftig nutzt. Beispiel: Wer von Homburg nach Kronberg oder Königstein fahren möchte, bitte schön: Die B455 neu (Nordumfahrung Oberursel) wird mit dem Verkehrsdruck spielend fertig, aus Homburg ist man in 10 bis 15 Minuten am Ziel. Umgekehrt wird eine Verhinderungspolitik betrieben, die dafür sorgt, dass der Oberurseler - will er nach Wehrheim fahren - bereits bei Oberstedten im Stau steht. Man kann ja verstehen, dass die Homburger Politik Interesse daran hat, dass sich die “Kreis-Untertanen” die schöne Landschaft Bad Homburgs länger anschauen sollen und dass man deshalb auf eine besonders langsame Fahrweise der “Kreis-Untertanen” wert legt. Andererseits: So schön ist Homburg an dieser Stelle auch wieder nicht.
Für den Umbau der PPR-Kreuzung wurde bereits im Jahr 1988 Planungsrecht eingeleitet. Wir schreiben das Jahr 2010. Die folgenden Vorschläge wurden erörtert: Vierstreifiger Ausbau, Dreistreifiger Ausbau, Kreisel, Brücke, kurzer Tunnel, langer Tunnel. Die Diskussion dreht sich seit Jahren im Kreis.
Betrachtet man alle Wünsche, Klagen, Proteste und auch die Kostendiskussion mit ein wenig Abstand, so wäre eine Einigung auf eine dreistreifige Verkehrsführung mit 2+1-Betriebsform der gemeinsame Nenner. Das würde bedeuten, dass der Verkehr von Oberursel-Nord bis zur PPR-Kreuzung zweistreifig geführt wird (bei einstreifiger Führung in die Gegenrichtung). Mit dieser Maßnahme könnte der nachmittägliche Stau in Richtung PPR-Kreuzung erheblich verringert bzw. vermieden werden. Zudem müsste man in Gegenrichtung einen zweistreifigen Ausbau von der Saalburg bis zur PPR-Kreuzung durchführen mit der Möglichkeit, sich hinter der Ampel in Richtung Oberursel auf eine Spur einfädeln zu können.
Eine solche Maßnahme wäre - im Vergleich zu Tunnellösungen - kostengünstig durchzuführen. Die Dauer der Arbeiten dürfte ein bis zwei Jahre nicht überschreiten. Möglicherweise gelingt es mit einer solchen Maßnahme nicht, Staus in Spitzenzeiten komplett zu vermeiden. Aber man könnte die Wartezeiten erheblich verringen (Nachmittags von Oberursel in Richtung PPR-Kreuzung von 15 auf 5 Minuten), so dass der Anreiz, Umwege zu fahren, wegfallen würde.
Wir appellieren an alle Entscheider, sich für eine solche oder ähnliche Lösung einzusetzen. Sie ist praktikal, preiswert und schnell umsetzbar. Klar ist auch: Man wird es nicht allen recht machen können.
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12.8.2010 von Dr. Christoph Müllerleile.
12. August 2010 - Die Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG) hat sich lobend über die Öffnung der Klinik Hohe Mark für die Öffentlichkeit geäußert. Bei einem Ortstermin der OBG-Fraktion im Stadtparlament mit der Klinikverwaltung hob der Fraktionsvorsitzende Dr. Christoph Müllerleile besonders die Bereitstellung des Klinikgeländes für das “Theater im Park” hervor. Weniger zufrieden zeigt sich die OBG mit dem Ablauf der Baumaßnahmen vor den Kliniktoren im Dreieck Friedländer- /Alfred-Lechler-Straße.
Die OBG habe Verständnis dafür, dass die Klinikverwaltung vor fünf Jahren angesichts der damals schwierigen finanziellen Situation der Einrichtung auf raschen Verkauf an einen Bauentwickler gedrängt habe. Wenig Verständnis äußerte Müllerleile aber dafür, dass die Bebauung eines ganzen Viertels im Außenbereich praktisch am Stadtparlament vorbei hochgezogen worden sei. Sogar eine von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Veränderungssperre sei unter Hinweis auf drohende Schadenersatzprozesse praktisch ignoriert worden. Das werde sich zumindest die OBG bei der Bebauung des Restgeländes nicht mehr gefallen lassen.
Im Zuge der Baumaßnahmen sei ein von den Anwohnern privat eingerichteter Spielplatz abgeräumt, eine Wiederherstellung durch die genehmigungsfreudige Stadt für unnötig erklärt worden. “Von den Anwohnern mussten der Träger der Klinik, der Bauentwickler und die Stadtverwaltung kaum Widerstand befürchten, weil es sich meist um von ihrem Arbeitsplatz abhängige Beschäftigte der Klinik handelt. Allerdings sei für Beobachter die Unzufriedenheit mit der Anlieger mit der Verbauung des Geländes mit Händen zu greifen.
Umso erfreulicher, so die OBG, sei es, dass die seit zweieinhalb Jahren im Amt befindliche Krankenhausdirektorin Anke Berger-Schmitt auf die Menschen in Oberursel zugehe. Die Tage der offenen Tür würden von hunderten Interessierten angenommen, ebenso die Führungen durch das auch historisch bedeutende Areal. Auf die Initiative der Klinik gehe der Eröffnungsgottesdienst des Oberurseler Brunnenfests zurück, und jetzt sei das Gelände auch für Theaterbesucher offen. Anke Berger-Schmitt glaubt, dass der Lärmpegel der Besucher nach Ende der Vorstellung gesenkt werden kann. Im nächsten Jahr sollten auch wieder Nachfeiern möglich sein, wenn die Bewirtung etwas mehr an den Rand des Geländes gelegt wird.
Lebhaft befürwortet wird von der OBG, so Müllerleile, die Erweiterung der Klinik um eine Kinder- und Jugendpsychiatrie mit mindestens vierzig Betten und zwanzig tagesklinischen Plätzen.
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