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30.7.2010 von Dr. Christoph Müllerleile.
Oberursel, 30. Juli 2010.- Realistische Besucherzahlen zum bevorstehenden Hessentag in Oberursel hat die Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG) angemahnt. Mit echten Zahlen lasse sich das Sicherheitsrisiko, das die Stadt Oberursel als Veranstalter eingehe, besser kalkulieren, meint Fraktionsvorsitzender Dr. Christoph Müllerleile. In einer am Mittwoch eingereichten Anfrage an den Magistrat will die OBG wissen, mit wie vielen Besuchern tatsächlich gerechnet wird, auf welchen Grundlagen die Schätzungen beruhen und wie sie sich auf das Sicherheitskonzept auswirken. Die Stadt Oberursel dürfe sich von der Landesregierung, die offenbar an hohen Zahlen interessiert sei, keinen Bären aufbinden lassen, fordert Müllerleile. Wenn wirklich mehr als eine Million Besucher in zehn Tagen erwartet würden, müsste der Hessentag sofort abgesagt werden.
An den Hessentagen in Dietzenbach, Butzbach, Langenselbold und Stadtallendorf sollen jeweils über eine Million Menschen teilgenommen haben. Da es sich um verhältnismäßig kleine Gemeinden handelt, stelle sich die Frage, auf welchen Grundlagen diese Schätzungen beruhen und wie so viele Besucher, vor allem sicherheitstechnisch, verkraftet werden konnten, meint die OBG. Wenn nach Oberursel tatsächlich mehr als eine Million Besucher kämen - also im Schnitt 100.000 Besucher pro Veranstaltungstag, das heißt an den Pfingsttagen und am folgenden Wochenende eher mehr, an den übrigen Tagen weniger - fragt die OBG, wie solche Besucherströme sicherheitstechnisch bewältigt und Engstellen wie der Tunnel unter der Bahn, die Zugänge zu den Großbühnen und schmale Straßen der Innenstadt paniksicher gemacht werden sollen. Wenn man alle Oberurseler Bürger mitzähle, kämen an Spitzentagen auf jeden Einwohner drei bis vier Besucher. Das würde selbst die kühnsten Annahmen der Teilnehmer-Einwohner-Relation für die katastrophale Loveparade letztes Wochenende in Duisburg weit übertreffen, stellt die OBG fest.
“Falls die Besucherzahlen von Dietzenbach, Butzbach, Langenselbold und Stadtallendorf übertrieben waren: Wie kann sichergestellt werden, dass bei realistischer Zählung der Teilnehmer der Hessentag in Oberursel von der Öffentlichkeit nicht als Teilnahmeflop gewertet wird?”, will die OBG vom Magistrat wissen.
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2.9.2009 von Dr. Christoph Müllerleile.
Schwerlastverkehr aus Stierstadt heraushalten – Bau der Südumgehung beschleunigen
Oberursel, 18. September 2009.– Die Oberurseler Bürgergemeinschaft ist dafür, Verkehr aus der Innenstadt und den Ortskernen herauszuziehen und den Ausbau von Ortsumgehungen konsequent weiterzuführen. Neben der Südumgehung Weißkirchens sollte auch die Südwestumfahrung von Stierstadt von der Oberhöchstadter Straße her zeitnah geplant und umgesetzt werden. Auf jeden Fall müsse der Schwerlastverkehr, der den Neubau der Integrierten Gesamtschule Stierstadt andient, aus Ortskern und Taunusstraße herausgehalten werden. Einen entsprechenden Antrag hat die OBG für die Stadtverordnetenversammlung am 10. September eingebracht.
Bei einer Ortsbesichtigung am 18. August 2009 widmeten sich die OBG-Mitglieder und Interessenten vor allem der Entlastung der Nassauer Straße, Oberhöchstadter Straße und Taunusstraße vom Durchgangsverkehr. Dabei sprachen sie sich die OBG-Vertreter dafür aus, die Nassauer Straße zur Weingärtenumgehung erst dann zu öffnen, wenn das unumgänglich ist. Oberursel dürfe sich durch den anstehenden Hessentag nicht unter Druck setzen und zu Fehlern verleiten lassen, betonte der OBG-Fraktionsvorsitzende im Stadtparlament, Dr. Christoph Müllerleile. Der Hessentag dauere nur zehn Tage; Baufehler schädigten die Bürger unter Umständen für Jahrzehnte.Die Ortsbegehung führte die Teilnehmer zunächst an die Straßenkreuzung Nassauer Straße / Adenauer-Allee. Trotz der Straßensperrungen herrschte ferienbedingt kein Verkehrschaos.
Deutlich wurde aber, dass die langen Schließungen der Schranken zu hohem Rückstau und unklaren Verkehrssituationen führen. Dabei stören vor allem die langen Schließungszeiten bei Zügen aus Richtung Frankfurt. Die OBG will darauf hinwirken, dass die Schließung der Schranken erst bei Einfahrt der Züge in die Haltestelle Stierstadt ausgelöst wird und nicht schon durch die Einfahrt der Bahnen in Steinbach/Weißkirchen. Dadurch könnten wertvolle Minuten gespart werden. Züge, die aus Richtung Bad Homburg kommen, lösen das Schließen der Schranken erst bei Einfahrt in den Bahnhof Oberursel aus, also erst kurz vor den Schranken. Einhellige Meinung der OBG ist es, dass die Personenunterführung Ost bis zum Hessentag fertiggestellt, der bisherige Bahnhof umgestaltet und der Bahnhofsvorplatz neu gestaltet sein sollte. Die Anbindung der Nassauer Straße an die Weingärtenumfahrung könne jedoch noch warten. Zunächst einmal sollte die Südumgehung gebaut und deren verkehrsentlastende Wirkung geprüft werden, wurde vorgeschlagen.
In Stierstadt, wo die Ortsbegehung vom Seedammweg zur Gartenstraße führte, sieht die OBG nach den Worten von Müllerleile Gefahr im Verzug. Wenn ab Ende September Seedammweg und Gartenstraße als Baustellenzufahrten zum Umbau der Integrierten Gesamtschule (IGS) genutzt würden, gebe es kein Halten mehr. „Die Straßen werden dann nie mehr geschlossen,“ befürchtet er. Stattdessen sollte die Verbindungsstraße zwischen der Landesstraße von Oberursel nach der Oberhöchstadter Waldsiedlung und dem Sonnenhof in Stierstadt für den Baustellenverkehr geöffnet und gegebenenfalls durch Ausweichbuchten und Ampelregelung für den Begegnungsverkehr befahrbar gemacht werden. Denkbar sei auch, den Baustellenverkehr über die verlängerte Römerstraße zurück zur Landesstraße zu führen, im letzten Stück weit hinter den ökologisch sensiblen Bereichen am Seedammweg über die an die Landesstraße angebundene Gartenstraße.
Die OBG hat deshalb für die nächste Stadtverordnetenversammlung am 10. September folgenden Antrag eingebracht: Der Magistrat wird gebeten, zu prüfen, wie der Schwerlastverkehr zum Neubau der Integrierten Gesamtschule Stierstadt (IGS) geleitet werden kann, ohne den Ortskern von Stierstadt und die Taunusstraße zu belasten. Auf mittlere Sicht sollte die Straße dann zweispurig ausgebaut und später zur Südumgehung von Weißkirchen durchgeführt werden. Eine weitere Belastung des Stierstadter Ortskerns und der Taunusstraße mit Baustellen-, Schul- und Durchgangsverkehr sei den Anliegern wie auch den Verkehrsteilnehmern selbst nicht zuzumuten.
Foto: Ortsbegehung der Oberurseler Bürgergemeinschaft Ecke Seedammweg/Gartenstraße in Stierstadt. Von links Wolfgang Neef, Robert Rethfeld, Gisela Grützmacher, Ludwig Eckart, Cäcilia Bind, Wolfgang Pristaff, Dr. Christoph Müllerleile, Andreas Bernhardt, Reinhart Stoll.
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18.7.2009 von Dr. Christoph Müllerleile.
Das Vertrauen der Verkehrsteilnehmer in die organisatorischen Fähigkeiten der Oberurseler Stadtverwaltung hat bei dem jüngsten Verkehrschaos an der Homburger Landstraße erheblichen Schaden gelitten. Der zuständige Dezernent und seine Mitarbeiter sind offenbar mit einer gewissen Naivität an die Sperrung einer der wichtigsten Oberurseler Verkehrsadern herangegangen seien. Das Verkehrschaos war nach den dürftigen Sperrmaßnahmen der städtischen Behörden durchaus absehbar. Für die Stadtverordnetenversammlung am 10. September 2009 hat die OBG beantragt, dass der Magistrat darlegen soll, wie es zum Verkehrschaos bei der Sperrung der Homburger Landstraße kommen konnte und wie künftig bei größeren Straßenbauarbeiten Härten für Verkehrsteilnehmer gemildert und alle Betroffenen rechtzeitig und deutlich über anstehende Beschränkungen informiert werden können.
Die Sperrung der Homburger Landstraße zwischen Wallstraße und Kreuzung Nassauer Straße ist nur sehr dürftig und kurzfristig angekündigt worden. Hinweise in der Lokalpresse sind im Trubel des Ferienbeginns vielfach untergegangen und haben auswärtige Verkehrsteilnehmer ohnehin nicht erreicht. Die einzige Möglichkeit, alle rechtzeitig zu informieren und bei der Anfahrt nach Oberursel zu warnen, nämlich großflächige Hinweisschilder mit übersichtlichen Umwegdarstellungen mindestens eine Woche vor Sperrbeginn in weitem und näherem Abstand zu den Umleitungsstrecken aufzustellen, hat die Stadtverwaltung nicht genutzt und sich auf Minimalhinweise beschränkt. Wer beispielsweise zu Wochenbeginn von Weißkirchen kommend auf der Frankfurter Landstraße nach Oberursel fuhr, fand nur ein kleines Schild an der Linksabbiegung in die Gablonzer Straße vor, das von vielen nicht gesehen oder ernst genommen wurde. Die Folge war heilloses Chaos in Bommersheim, wo viele an der Baustelle wenden mussten, andere sich durchzuschlängeln versuchten, um ihren Arbeitsplatz oder Liefertermin noch rechtzeitig zu erreichen. Autofahrer beklagten erhebliche Verspätungen am Arbeitsplatz und geplatzte Termine allenthalben. Lastwagenfahrer, die ihren Navigatoren und Karten folgten, gerieten in Sackgassen, aus denen sie sich nur mit großer Mühe und Verspätung befreien konnten.
Erst zur Wochenmitte hat die Stadtverwaltung die Zufahrt auf der Frankfurter Landstraße nach Bommersheim für Durchfahrer gesperrt und deutlichere Umleitungshinweise gegeben.Statt den verzweifelten Autofahrern auf Schleichwegen aufzulauern und Geld zu kassieren, hätten die Stadt und die städtische Bau und Service Oberursel (BSO) ihre Mitarbeiter lieber rechtzeitig auf Informationstour schicken sollen. Sie hätten beispielsweise in der Vorwoche Handzettel an vor den Ampeln wartende Autofahrer aus dem Umland verteilen und mit großen Schildern auf kommende Unannehmlichkeiten hinweisen können. Ortsansässige Firmen hätten per Rundschreiben gebeten werden müssen, ihre Mitarbeiter und Lieferanten auf die geänderte Verkehrsführung hinzuweisen.Zu Recht wird die Stadt nun auf erhebliche wirtschaftliche Schäden hingewiesen, die solche Fehlplanungen verursachen. Versäumte Termine und verspätete Anlieferungen tragen nicht dazu bei, Oberursel als Wirtschaftsstandort oder als Hessentagsstadt zu empfehlen.
Unzureichend geprüft wurde auch die Möglichkeiten alternativer Verkehrsführung.Die beste Lösung wäre gewesen, die Fahrbahn entlang der Baustelle nur halbseitig zu sperren, selbst wenn die Bauzeit sich dadurch verlängert hätte. Anwohner in Bommersheim müssen kilometerlange Umwege über Oberhöchstadter Straße oder Kalbach in Kauf nehmen, um in Oberursels Innenstadt zu gelangen und umgekehrt. Warum nicht wenigstens der Anliegerverkehr die Frankfurter Landstraße zur Allee hin in beiden Richtungen befahren konnte, ist nach wie vor erklärungsbedürftig. Auch sollte die Stadt noch jetzt großzügig prüfen, ob die Brücke zum Gewerbegebiet “Untere Zeil“ und der Feldweg zum “Kronenhof“ wenigstens für den heimischen Pkw-Verkehr freigegeben werden können.Während der Sperrung sollten Ampeln, die nicht flexibel auf das wechselnde Verkehrsaufkommen programmiert werden können, lieber abgeschaltet und der Verkehr sollte von Hand geregelt werden, um zügiges Durchkommen zu erleichtern und Staus zu verkürzen.
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