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Trauer um Ludwig Aumüller

Ludwig AumüllerDie Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG) trauert um ihr Mitglied Ludwig Aumüller, der am 3. Dezember im Alter von 70 Jahren verstarb. Er war Mitglied des Ortsbeirats Oberstedten, gehörte neun Jahre lang der Stadtverordnetenversammlung an und war elf Jahre Vorsitzender des Handwerker- und Gewerbevereins, des heutigen Fokus O.
Ludwig Aumüller litt seit Jahren an Leukämie und verbrachte seine letzten Tage bei Tochter Michaela in Trier, wo er nach kurzem Kankenhausaufenthalt im Kreise der Familie starb. Er hinterlässt Frau, drei Kinder und sechs Enkel.
Der Verstorbene wurde am 13. April 1940 als drittes von sechs Kindern einer Oberurseler Kaufmannsfamilie geboren. Sein Vater war als FDP-Stadtverordneter aktiv. Ludwig Aumüller suchte seine politische Heimat bei den Freien Wählern, der OBG, die er von 1977 bis 1981 und von 1989 bis 1994 im Stadtparlament und seit 2006 im Ortsbeirat Oberstedten vertrat. Als Stadtverordneter war er Mitglied des Bauausschusses, der Jugendkommission und der Kommission für Altstadtsanierung und Denkmalpflege.
Nach dem Schulabschluss machte Ludwig Aumüller eine kaufmännische Lehre im elterlichen Lederwaren-Fachgeschäft an der Liebfrauenstraße, das er später übernahm. Neben der geschäftlichen Tätigkeit war er viele Jahre Schatzmeister und von 1971 bis 1982 Vorsitzender des Handwerker- und Gewerbevereins, des heutigen Fokus O. In dieser Eigenschaft war er Mitglied der Wirtschafts- Handels- und Fremdenverkehrskommission des Magistrats.
Der Handwerker- und Gewerbeverein beging während Aumüllers Amtszeit 1975 sein 125-jähriges Bestehen mit einer großen Werbeveranstaltung des Oberurseler Handels und zwei Festveranstaltungen, zu denen Gäste aus Handel, Handwerk und Gewerbe aus ganz Deutschland kamen. Als Geschenk der Oberurseler Handwerker überreichte Ludwig Aumüller während der Feier dem damaligen Bürgermeister Karlheinz Pfaff eine Amtskette aus Silber mit verschiedenen Handwerkwappen, die auch dessen Nachfolger heute bei festlichen Anlässen tragen.
Nachdem er aus gesundheitlichen Gründen sein Geschäft aufgeben musste, verkaufte Ludwig Aumüller das Anwesen an der Liebfrauenstraße und zog nach Oberstedten.
Für die Oberurseler Bürgergemeinschaft würdigte Vorsitzender Robert Rethfeld den Verstorbenen als engagierten Mitbürger, der sein Wissen und Können ehrenamtlich in den Dienst der Allgemeinheit gestellt und sich dabei nie in den Vordergrund gedrängt habe.
Die Beisetzung findet am Freitag, 10. Dezember, in Bad Neuenahr, dem Wohnort von Tochter Simone, statt, ein Sterbeamt am Samstag, 11. Dezember, um 11:30 Uhr in der Oberurseler Liebfrauenkirche.

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