Die OBG-Stadtverordnetenfraktion hat für die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am 18. August 2010 folgenden Antrag gestellt:
Betr.: Ehrenmal an der Christuskirche
1. Das Ehrenmal soll in seiner ursprünglichen Form als Ganzes erhalten und entsprechend restauriert werden.
2. Der Magistrat wird gebeten, zur Vorbereitung der Restaurierung detaillierte Angebote von erfahrenen Fachfirmen einzuholen.
3. Zur Sicherung des Mosaiks vor weiterem Verfall sollen als erste Teilmaßnahme aus dem laufenden Haushalt Mittel für die Vermessung und Dokumentation des Ehrenmals und für Abnahme und Einlagerung des Mosaiks der Säule bereitgestellt werden
4. Der Magistrat wird gebeten, mit der Ursella-Stiftung, dem KSfO oder anderen geeigneten Trägern mit dem Ziel zu verhandeln, dass sie Träger einer Initiative „Rettet das Ehrenmal“ (Arbeitstitel) werden, die freiwillige Zuwendungen der Bevölkerung und von Firmen für die Wiederherstellung des Ehrenmals anregt, Fundraising-Maßnahmen vorfinanziert und organisatorisch begleitet.
5. Der Magistrat wird gebeten, mit dem Land wegen Zuschüssen für die Restaurierung des Ehrenmals zu verhandeln.
6. Bis zum 80. Jahrestag der Errichtung des Ehrenmals am 12. Oktober 2010 soll ermittelt werden, mit welchen externen Beträgen aus Spenden, Sponsoring, öffentlichen Zuschussmitteln und sonstigen Quellen gerechnet werden kann, um auf dieser Grundlage den für die Restaurierung nötigen Betrag haushaltsrechtlich zu verankern.
Begründung:Der Verfall des Oberurseler Ehrenmals schreitet fort. Es ist davon auszugehen, dass es in Gänze gerettet und wiederhergestellt werden kann. Rettungsmaßnahmen müssen jetzt ergriffen werden. Oberursel kann es sich nicht leisten, sich während des Hessentags in unmittelbarer Nachbarschaft einer frisch renovierten Christuskirche mit einer Gedenkruine zu präsentieren. Die Erhaltung des Andenkens an die Gefallenen und Verwundeten der Kriege gehört zu den bürgerlichen Ehrenpflichten der Nachkommen. Die Bewahrung anerkannter Werke verstorbener Künstlerinnen und Künstler in deren Sinne ist von jeher fester Bestandteil kommunalen Kulturschaffens.Die Stadt hat sich bei der Übernahme 1930 feierlich verpflichtet, das Ehrenmal zu erhalten, zu betreuen und seinen Sinn zu bewahren. Dies muss nun geschehen. Der Hessentag bietet gute Möglichkeiten, öffentliche Zuwendungen, Sponsorenmittel und Spenden zu akquirieren.
Fachkundige Restaurierungsmaßnahmen werden nach Angaben von Fachleuten ungefähr ein Jahr beanspruchen. Selbst wenn die Arbeiten am Hessentag nicht abgeschlossen sein sollten, könnte das Ehrenmal als Teil eines Mosaikworkshops und mögliches Anschauungsobjekt fungieren. Weitere Informationen hier.
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